FAQ
Häufig gestellte Fragen

Häufig Gestellte Fragen

Wie werden die sensiblen Daten der Kunden geschützt?

Zum einen sind wir ein zertifiziertes humangenetisches Labor. Wir werden also vom österreichischen Staat und den ISO 15189 Auditoren regelmäßig geprüft. Die Daten werden bei Eingang der Speichelprobe gespalten. Die personenbezogenen Daten liegen auf einem Server und die genetischen Daten auf einem anderen. Würde ein Hacker die Daten eines Servers stehlen können, hätte er entweder ein Telefonbuch oder ein Durcheinander von genetischen Buchstaben die ohne Personenbezug wertlos ist. Alle Computer sind zutrittsgeschützt, alle Aktivitäten werden protokolliert und alle Mitarbeiter stehen unter medizinischer Schweigepflicht. Speichelproben werden direkt nach der Analyse vernichtet. Kunden, denen das nicht genügt, haben die Möglichkeit anzugeben, dass ihre Analyseergebnisse ebenfalls anschließend vernichtet werden sollen.

Sind Ihre Daten sicher?

Datensicherheit ist in diesem Bereich ein wichtiges Thema. Achten Sie darauf, dass die Datensicherheitsmaßnahmen eingehalten werden und dass niemand außer Ihnen Zugriff auf Ihre Analyseergebnisse hat. Das Labor trifft strengste Datenschutz-Maßnahmen, um die höchste Sicherheit Ihrer Daten zu gewährleisten.

Ist das Gen häufig genug defekt, um einen Gentest zu rechtfertigen?

Das ist ein wichtiger Punkt, der oft nicht beachtet wird. Manche Gene sind so selten defekt, dass ein Gentest einfach nicht gerechtfertigt werden kann. Ein Beispiel ist die vererbte Fruktose-Intoleranz. Etwa eine von 20.000 Personen trägt einen Defekt in dem relevanten Gen, was damit nur etwa jeden zwanzigtausendsten Gentest sinnvoll macht. Diese Anbieter verkaufen diese Tests zwar mit Profit, aber geholfen wird dadurch praktisch keinem. Unsere Gentests wurden unter Berücksichtigung dieser Tatsache zusammengestellt. Die Häufigkeit der Gendefekte, auf die das Novogenia-Labor testet, finden Sie auf der jeweiligen Produktseite.

Werden die Ergebnisse in verständlicher Sprache aufbereitet?

Nur wenige Leute können mit einer Aussage wie "Sie sind Homozygot für ein Risikoallel der Faktor-V-Leiden-Mutation" etwas anfangen. Aus diesem Grund wird der Bericht in verständlicher Sprache aufbereitet.

Welche Art von menschlicher Probe wird für die Genanalyse benötigt?

Die Genanalysen von Novogenia werden ausschließlich durch Speichelproben analysiert. Geeignete Abstrichtupfer befinden sich in den von uns zur Verfügung gestellten Proben-Sets. Leider können wir keine andere Art von menschlichen Proben analysieren.

Wie werden die Genergebnisse übermittelt?

Ihre persönlichen Testergebnisse und Empfehlungen erhalten Sie nach vier Wochen per Post und beinhaltet in verständlicher Sprache alle wichtigen Erkenntnisse aus der Genanalyse. Sie erhalten ein auf Ihre DNA zugeschnittenes persönliches Ernährungs- und Bewegungsprogramm inklusive Rezeptbuches zum Abnehmen.

Werde ich die Genergebnisse verstehen können?

Das Alleinstellungsmerkmal von Novogenia ist die klare und verständliche Aufbereitung der genetischen Ergebnisse. Alle Berichte sind in verständlichen Sprache geschrieben und so auch für jeden nachvollziehbar. Zusätzlich zum Ergebnis werden praktische Tipps zur Vorsorge gegeben.

Tipps & Tricks zur Speichelabnahme

Da die Qualität der DNA massiven Einfluss auf die Dauer der Analyse hat, sollte besonders Wert auf eine effektive Abnahme gelegt werden. Wir empfehlen eine Probenabnahme direkt nach dem Aufstehen am Morgen, vor dem Zähneputzen und vor Flüssigkeitszufuhr.

Wie genau funktioniert die Genanalyse?

Das Probenmaterial für die Analyse ist eine Speichelprobe. Hier werden Wattestäbchen über die Innenseite der Wange gekratzt, um Zellen der Mundschleimhaut zu sammeln. Diese enthalten alle Gene des Menschen. Die Probe geht anschließend in unser Labor in Salzburg. Dort wird zuerst aus dem Speichel die DNA extrahiert, diese wird anschließend mit entsprechenden Reagenzien gemischt und die notwendigen Genvariationen werden in einem automatisierten Laborprozess analysiert. Die Analysetechnologie verwendet das Microfluidics-Verfahren und Fluidum Chemie. Die wissenschaftliche Interpretation der Daten wird vom Schwesterunternehmen DNA Plus (selber Geschäftsführer und Eigentümer) in Deutschland, Freilassing durchgeführt. Das Ergebnis wird anschließend von zwei unterschiedlichen Wissenschaftlern bestätigt und für den Druck des Booklets freigegeben.

Welche Qualifikationen hat das Personal?

Der Geschäftsführer ist Dr. der Biotechnologie und Bachelor der Molekularbiologie. Der Laborleiter ist Magister der Genetik und sämtliches Laborpersonal inklusive Laborleiter hat mehrjährige Erfahrung in der Humangenetik. Das Labor arbeitet nach den zwingenden Anforderungen der österreichischen Gentechnikkommission und wurde auch vom Staat Österreich zugelassen und auditiert. Zusätzlich arbeiten wir mit dem freiwilligen ISO 15189 Qualitätsmanagementsystem und sind dementsprechend zertifiziert. Novogenia ist in seinem Bereich europäischer Marktführer.

Soll ich meine Gene regelmäßig testen lassen?

Nein. Ihre Gene bleiben von Ihrer Geburt an bis ans Ende Ihres Lebens unverändert, daher macht es keinen Sinn, ein bereits getestetes Gen noch einmal testen zu lassen, da Sie nur wieder dasselbe Ergebnis bekommen würden. Das bedeutet auch, dass Ihr angeborenes Krankheitsrisiko Ihr ganzes Leben lang gleich bleiben wird. Sie haben allerdings Einfluss auf Ihre Gesundheit, da Sie mit Vorsorgemaßnahmen Ihr individuelles Krankheitsrisiko erheblich senken können.

Sind Gendefekte nicht viel zu selten, um sie testen zu lassen?

Einige Gene sind nur sehr selten defekt und führen somit in nur sehr wenigen Fällen zu einem erhöhten Krankheitsrisiko. Das Fruktose-Gen ist ein gutes Beispiel, da es nur etwa bei einer von 20.000 Personen defekt ist und zur Fruktose-Intoleranz führt. Diesen Gentest der breiten Masse anzubieten wäre nicht sinnvoll, da damit nur sehr wenigen Menschen geholfen werden könnte. Deshalb konzentrieren sich unsere Gentests ausschließlich auf Gene, die häufig defekt sind, um möglichst vielen Menschen zu helfen. Zu diesen Gentests gehört z.B. die Laktose-Intoleranz, die beispielsweise jeden 4.-6. Europäer betrifft.

Kann ich meine Gendefekte korrigieren lassen?

Nach heutigem Stand der Wissenschaft ist es noch nicht möglich bzw. erlaubt, in die Gene eines Menschen einzugreifen und Defekte zu korrigieren. Derzeit bleiben uns daher leider lediglich die Identifizierung von Gendefekten und die Vorsorgemaßnahmen, die die Auswirkungen des Defekts mildern bzw. neutralisieren.

Warum ist eine Diät, die an das genetisch vorgegebene Stoffwechselprofil angepasst ist, effektiver als eine Standard-Diät? Gibt es wissenschaftliche Belege dafür?

Wieder eine kurze Antwort auf ein sehr vielfältiges Thema: Eine Studie (Robertaille 2003) hat ein interessantes Experiment durchgeführt: mehr als 700 Menschen haben mehr Fett und Kalorien für eine gewisse Zeitspanne lang gegessen. Wenig überraschend war, dass manche von ihnen zugenommen haben. Was aber interessant war, dass manche dagegen resistent waren (nicht zugenommen haben). Heute wissen wir auch (durch Replikationsstudien) warum. Gene steuern wie viel Fett wir aus der Nahrung aufnehmen. Hat der Körper genug, bleibt der Rest im Darm und wird nicht aufgenommen. Die Menschen, die bei mehr Fett in der Nahrung nicht zunehmen, haben diesen genetischen Schutz. Die Menschen, die dabei zunehmen haben Variationen in den Genen, die deren Funktion stören. Ähnlich ist es bei Kohlenhydraten. Wir können also herausfinden: ist Fett in der Nahrung eine der Ursachen von Übergewicht? Wenn die Antwort nein ist, kann man mehr Fett essen, muss aber die Kohlenhydrate reduzieren. Man isst also das, was bei einem selbst NICHT zu Übergewicht führt und weniger von dem, was problematisch ist. Durch eine Genanalyse finden wir auch heraus, was effektiver ist: Sport oder weniger Essen? Und wir machen mehr von dem was besser funktioniert. Dadurch, dass Jeder genau das macht, was bei ihm am besten funktioniert, ist die Diät effektiver. In unserer eigenen Studie haben wir die Effektivität von allgemeiner Ernährungsberatung und unserem Programm verglichen. Das Ergebnis war 2,4-mal mehr Gewichtsreduktion.